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Nachrichtenticker Krasnodar
  • Bis 2018 soll eine Brücke die Krasnodar-Region mit der Krim verbinden
  • Kosten rund 3,5 Mrd. Euro - Länge 19 Kilometer
  • Krasnodarer Gouverneur Alexander Tkatschow neuer russischer Landwirtschaftsminister
  • Wenjamin Kondratiev nun amtierender Gouverneur der Kubanregion

 

 

BERICHTE 2008


Nach Krasnodar, nach Sotschi und auf den Elbrus
30 Jahre Partnerschaft: Stadtjugendausschuss Karlsruhe und
Jugendkomitee Krasnodar vertiefen Beziehungen

(15.12.2008) Die Beziehungen zwischen dem Stadtjugendausschuss e. V. Karlsruhe und dem Jugendkomitee Krasnodar sowie verschiedenen Jugendorganisationen in der Partnerstadt sollen in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut und vertieft werden. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen den Jugendorganisationen beider Städte, das 2009 begangen wird.

Aus diesem Grund weilen derzeit Alexander Dzheus, Generaldirektor des an der Schwarzmeerküste der Krasnodar-Region gelegenen größten russischen Jugendferienzentrums „Orlyonok“, und sein Stellvertreter Vasily Babak in der Fächerstadt.

„Für uns eröffnen sich durch die geplanten Projekte spannende Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf internationaler Ebene“, sagt Stadtjugendausschuss-Geschäftsführer Klaus Pistorius. Schon im Mai 2009 wird eine etwa 50-köpfige Delegation aus der Fächerstadt wieder in die russische Partnerstadt reisen. Die Gruppe wird aus mehreren kleinen Jugendgruppen zusammengesetzt, die in Krasnodar entsprechende Partnergruppen treffen. Themenkomplexe sind dabei der Sport, der Kinderzirkus, Ökologie, bürgerschaftliches Engagement, Tanz, Medien sowie Menschen- und Kinderrechte. Politische Vertreter aus beiden Städten sollen in die Aktivitäten einbezogen werden.

Ein Erfahrungs- und Methodenaustausch soll auch auf dem Feld des bürgerschaftlichen Engagements stattfinden. Geprüft wird, inwieweit sich der Stadtjugendausschuss an der internationalen Jugendbetreuerausbildung beteiligen kann. Im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit und der Jugendverbandsarbeit soll die Möglichkeit eines Mitarbeiteraustauschs geschaffen werden.

Zudem wollen sich Fachleute beider Städte im Bereich Straßen- und Schulsozialarbeit sowie Gewalt- und Drogenprävention austauschen. Auch die Unterstützung von Betreuern bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 ist angedacht, ebenso wie ein gemeinsames Projekt zum 300. Stadtgeburtstag von Karlsruhe 2015. Besonders spektakulär ist die geplante gemeinsame Besteigung des kaukasischen Berges Elbrus von jungen Erwachsenen aus Karlsruhe und Krasnodar. Der Elbrus ist mit über 5.600 Metern der höchste Berg Russlands – er war im Zweiten Weltkrieg zwischen deutschen und sowjetischen Soldaten heftig umkämpft. Dahinter steht die Idee, zwei Projekte im Bereich der Kriegsgräberfürsorge und der Ökologie zu starten.

 

Krasnodarer Spezialitäten auf dem Weihnachtsmarkt

(15.12.2008) Auch in diesem Jahr waren russische Spezialitäten wieder ein Hauptanziehungspunkt auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt. In der ersten Marktwoche konnten die interessierten Marktbesucher traditionelle Holzarbeiten, Textilien, Kunstgegenstände und natürlich auch edlen russischen Wodka erwerben. Das "Partnerschaftshäuschen" auf dem Weihnachtsmarkt wird von der Stadt Karlsruhe zur Verfügung gestellt und erlaubt im wöchentlichen Wechsel den Partnerstädten, ihre Spezialitäten zu präsentieren. Die Krasnodar-Woche wurde auch in diesem Jahr von der Freundschaftsgesellschaft betreut.


Graffiti verschönern die Wände in den Partnerstädten

(13.11.2008) Wie am 12. November 2008 der Radiosender „Radio 107“ berichtete, begann zeitgleich in in Karlsruhe, Krasnodar, Tallahassee und Burgas ein Wettbewerb junger Graffiti-Künstler unter dem Motto „Keine Chance für Intoleranz“. Der Wettbewerb soll die Entwicklung der internationalen Kontakte fördern und die freundschaftlichen Beziehungen unter den Partnerstädten vertiefen. Das Thema der 15 Krasnodarer Arbeiten hieß: „Wir sind alle aus Sternen entstanden“. Drei der Arbeiten kamen ins Finale. Sie zeigen Flaggen dar, die zu Sternen fliegen, einen Stern aus Handflächen, die die Partnerstädte Krasnodars symbolisieren, und eine Blume mit Blättern in der Gestalt der einzelnen Stadtflaggen. Bald werden sie die Wände in den Häusern der Jugendorganisationen aus den Teilnehmerstädten zieren, berichtete die Leiterin des Krasnodarer Jugendklubs „Ethno-Klub“, Ludmila Plochich.


Der Zauber des Kuban im Karlsruher Bürgersaal

„Musik im Rathaus“ mit „Liubo Dorogo“ aus Krasnodar

(24.10.2008) Oberbürgermeister Wladimir Jewlanow hatte nicht nur Unternehmer im „Gepäck“, als er mit seiner Delegation seinen diesjährigen Karlsruhe-Besuch antrat, sondern – wie es sich für das kulturbegeisterte Russland gehört – auch ein Gesangs-, Instrumental- und Tanzensemble. „Liubo Dorogo“, neun Sänger, Tänzer und Musiker haben sich traditionellen Volksliedern aus der Kubanregion verschrieben und traten in zahlreichen Städten Russlands, aber auch in Spanien, Portugal und Italien auf. Die temperamentvollen Kosakenlieder und –tänze, die sie mit Begleitung der traditionellen Instrumente Balalaika und Bajan interpretieren, handeln von Liebe und Trennung, von Sehnsüchten und Hochzeitswünschen – aber traurig sind sie nicht, das würde der Kosakenseele widersprechen. Am Abend des 23. Oktober begeisterten „Liubo Dorogo“ im Bürgersaal des Rathauses das Karlsruher Publikum.

Kein Gras auf dem Weg der Freundschaft

OB Heinz Fenrich empfing große Delegation aus Krasnodar

(23.10.2008) Auf den Wegen der Freundschaft dürfe kein Gras wachsen, sagte Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich zu Beginn seiner Rede aus Anlass des Empfangs des Krasnodarer Oberbürgermeisters Wladimir Jewlanow und seiner Delegation im gut gefüllten Bürgersaal des Karlsruher Rathauses. Nach der Intention des französischen Sprichworts, das Fenrich zitierte, wächst auf den Wegen der Freundschaft deshalb kein Gras, weil sie so häufig begangen und genutzt werden. Die Oberhäupter beider Städte müssen sich wirklich keine Sorgen machen, jemals zu Wegereinigung aufgefordert zu werden, auch wenn diese eine kommunale Aufgabe ist. Vielfältig sind die Beziehungen, fest verwurzelt bei Bürgern, Bildungseinrichtungen und den Verwaltungen beider Städte. Und die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll hinzukommen. OB Jewlanow hatte demnach nicht nur einige seiner Stellvertreter und wichtigen Verwaltungsleute dabei, sondern eine ganze Reihe Direktorinnen und Direktoren von Wirtschaftsunternehmen, die anlässlich der „Offerta“ ihre Heimat und ihre Wirtschaftskraft präsentierten. Dass deutsch-russische Wirtschaftskontakte gefragt sind, zeigten erst kürzlich der Besuch des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Ernst Pfister in Krasnodar und die rege Teilnahme von Unternehmen aus der Region Karlsruhe am ebenfalls in diesem Herbst veranstalteten internationalen Investitionsforum in der Schwarzmeer-Olympiastadt Sotschi, die zur Krasnodar-Region gehört. Nun will man in konkrete Dimensionen vorstoßen und hofft auf den baldigen Abschluss von Verträgen. Wladimir Jewlanow ließ es sich deshalb nicht nehmen, der großen Zahl der Interessierten im Rathaus alle Unternehmensvertreter namentlich und branchenbezogen vorzustellen – von der Energiewirtschaft bis zur Schmelzkäsefabrik. Mittlerweile seien aus den alten Kommunisten von früher gute junge Kapitalisten geworden, meinte er nicht ohne Ironie, und freute sich auf die anschließenden Wirtschaftsgespräche.

 

Krasnodarer Studenten zum Sprachkurs in Karlsruhe


(13.9.2008) Dank der hervorragenden Verbindungen zwischen der Karlsruher Berufsakademie und der Krasnodarer Südlichen Hochschule für Management können nicht nur dank Stipendien des Landes zwei Gaststudenten pro Semester in Karlsruhe aufgenommen werden, sondern Studierende aus Krasnodar nutzen die Attraktivität der Partnerstadt auch zum Besuch von Sprachkursen. Vom 28. Juli bis zum 26. August vertieften zehn Studentinnen und Studenten an der Karlsruher Sprachschule „Activa“ ihre schon vorhandenen Grundkenntnisse in Deutsch und Englisch. Organisiert wurde der Aufenthalt, den die Studenten komplett selbst finanzierten, von Sergey Geodakyan-Kammerloch, selbst ehemaliger Student an der Berufsakademie. Neben vier Stunden intensivem täglichem Sprachunterricht – mit mündlichen und schriftlichen Abschlussprüfungen - unter der Koordination der Sprachschulen-Leiterin Angélica Aquilar (Foto Mitte) gab es natürlich reichlich Gelegenheit, mit der von der Stadt Karlsruhe zur Verfügung gestellten KVV-Monatskarte die nähere und weitere Umgebung zu erkunden. Die Professoren Volker Ihle und Klaus Glück sowie Organisator Jürgen Bonnländer begleiteten die Gäste bei ihrem Freizeitprogramm, das sie nicht nur in die Berufsakademie, sondern auch nach Heidelberg, Baden-Baden und in den Europapark führte.

Am 4. August wurde die Gruppe zusammen mit den Studenten aus den anderen Partnerstädten vom Ersten Bürgermeister Siegfried König im Rathaus empfangen.

„Die vier Wochen sind so schnell verflogen, dass wir es kaum gemerkt haben. Die guten Eindrücke von der Reise und von den Menschen, die wir kennengelernt haben, werden wir gern nach Russland mitnehmen. Manche von uns kommen bald nach Deutschland zum Studium oder einfach als Touristen wieder“, sagte der 21-jährige Anton Naumenko.

 

Krasnodarer Kanuten siegen bei Hafenregatta

(30.6.2008) Eine große Freude für alle beteiligten Sportler - besonders aber für die Wassersportler aus Krasnodar - war die diesjährige Kanu-Regatta um den Stadtwerke-Cup im Rheinhafen, die am 28. Juni anlässlich des Hafen-Kulturfestes von den Karlsruher „Rheinbrüdern" ausgerichtet wurde. In der Besetzung Sergey Potanin, Piotr Annenko, Pavel Bezverkhiy, Fedor Dyachenko, Kirill Taranenko und Ruslan Darpinyan gewann der Sechser-Canadier der Gäste vom Kuban das Rennen der Partnerstädte über die 300 Meter lange Strecke mit einem souveränen Vorsprung von eineinhalb Längen vor den Booten aus Timisoara und Nancy. Der Leiter der russischen Delegation, der Krasnodarer Bürgermeister für Verkehrswesen und Leiter des Sportkomitees Viktor Bondar, war nicht mit ins Boot gestiegen, sondern feuerte zusammen mit dem Rest der Krasnodarer Delegation seine Jungs, alle ehemalige aktive Kanuten, vom Ufer aus an - mit Erfolg: Der Stadtwerke-Cup, überreicht vom Ersten Bürgermeister Siegfried König, wandert wie schon 2007 in die südrussische Partnerstadt.

 

Berufsakademie und Südliche Hochschule für Management

ZEHN JAHRE PARTNERSCHAFT UND NOCH VIELE NEUE IDEEN

(30.6.2008) Mit einer stimmungsvollen Feier würdigten die Berufsakademie Karlsruhe und die Südliche Hochschule für Management (Krasnodar) am 31. Mai in Karlsruhe das 10-jährige Jubiläum ihrer Zusammenarbeit. Aus Krasnodar war dazu Rektor Prof. Wladimir Lasowsky angereist, der vom Direktor der Berufsakademie, Prof. Dietwin Weigert, herzlich begrüßt wurde. Weigert betonte, in den zehn Jahren ihres Bestehens habe sich die Hochschulpartnerschaft außerordentlich gut entwickelt, die Kontakte unter Professoren und Studierenden seien freundschaftlich. Ziel der Partnerschaft sei es, die „interkulturelle Kompetenz" zu fördern. „Unsere Hochschulpartnerschaft lebt", freute sich der BA-Direktor mit Blick auf die anstehenden gemeinsamen Projekte.

Oberbürgermeister Heinz Fenrich überreichte den Akteuren aus Deutschland und Russland ein Geschenk der Stadt Karlsruhe, nicht ohne die intensiven Kontakte zwischen Karlsruhe und Krasnodar besonders zu loben: „Die Bande sind eng und lebendig, und sie werden geknüpft von den Menschen." Die Stadt unterstütze die Begegnungen „sehr, sehr gerne". Fenrich dankte dem Organisator der Krasnodarkontakte an der Berufsakademie, Prof. Volker Ihle, und den Gästen aus Krasnodar für ihren Einsatz. Der Rektor der südlichen Hochschule für Management, Prof. Wladimir Lasowsky, gab einen Überblick über die Erfolgsgeschichte seiner 1993 gegründeten, mittlerweile 5.000 Studenten umfassenden privaten Hochschule, die erst vor kurzem ein neues, modern ausgestattetes Gebäude in Krasnodar bezogen hat und mit Hochschulen in Stavropol. Rostow und Wolgograd eine gemeinsame Universität bildet. Ziel der Hochschulpartnerschaft müsse es sein, „das Beste, was es in jedem Land gibt, zu übermehmen". Als konkrete Projekte der nahen Zukunft sind unter anderem gemeinsame Symposien der Professoren, gemeinsame Publikationen und die Fortsetzung des Studentenaustauschs bereits vereinbart. Zum Abschluss der Veranstaltung berichteten Prof. Volker Ihle und vier Studenten der Berufsakademie in einer multimedialen Präsentation über die Entwicklung der Hochschulpartnerschaft und die Durchführung eines gemeinsamen Management-Planspiels in Krasnodar. Die Feierstunde wurde vom Sinfonierorchester an der Berufsakademie mit Werken von Strauß und Tschaikowski stilvoll umrahmt. Ende Juli wird das Jubiläum auch in Krasnodar begangen.

 

Freundschaftsgesellschaft: Kontinuität im Vorstand

Die Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar e.V. traf sich im April 2008 zu ihrer Jahreshauptversammlung in Karlsruhe. Bei den Vorstandswahlen wurden Herbert Huber und Christa Köhler in ihren Ämtern bestätigt. Für den nicht mehr kandidierenden Paul Vogt wurde Christian Friedrich in den dreiköpfigen Vorstand gewählt. Die Freundschaftsgesellschaft kümmert sich vor allem um die Unterstützung von Privatbesuchen von und nach Krasnodar und betreut kommunale Delegationen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die humanitäre Hilfe für bedürftige Menschen in Krasnodar. Sie trifft sich einmal monatlich im Hotel „Große Linde" in Durlach. Weitere Informationen: Christa Köhler, Tel. 0721/9415067.

 

Wo gibt es Literatur über Krasnodar?

Krasnodar ist immerhin die Hauptstadt der gleichnamigen Region im Süden Russlands, begrenzt von Krim, Kaukasus und Schwarzem Meer. Doch viele wissen immer noch nicht allzu viel über die Karlsruher Partnerstadt. Das wird sich zwar bald ändern, weil in der Krasnodar-Region - im mondänen Schwarzmeer-Badeort Sotschi und in der Umgebung - die Olympischen Winterspiele 2014 ausgetragen werden. Wer aber nicht so lange warten will, dem kann ein Reisebuch empfohlen werden: Andreas Sternfeld/Bodo Thöns, „Die russische Schwarzmeerküste", erschienen bei „Trescher-Reihe Reisen", 2005, Preis EUR 17,95. In den rund 400 Seiten dicken Buch wird die Stadt Krasnodar zwar nur auf sechs Seiten abgehandelt, dafür aber ausführlich die landschaftlich reizvolle Region zwischen Sotschi, Anapa und dem Kaukasus beschrieben. Absolut lesenswert für alle, die sich für die Region interessieren. Bei den Angaben von Telefonnummern und Service-Adressen sollte man allerdings vorsichtig sein: Russland ist nicht nur gesellschaftlich, sondern auch bei Telefonnummern und Firmen großen Veränderungen unterworfen. Aktuelle Informationen über Unterkunftsmöglichkeiten in den Erholungsorten des Krasnodar-Region finden Sie auf folgenden Internet-Seiten: www.kurortkuban.ru, www.kuban-tourism.ru

 

 


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