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Nachrichtenticker Krasnodar
  • Bis 2018 soll eine Brücke die Krasnodar-Region mit der Krim verbinden
  • Kosten rund 3,5 Mrd. Euro - Länge 19 Kilometer
  • Krasnodarer Gouverneur Alexander Tkatschow neuer russischer Landwirtschaftsminister
  • Wenjamin Kondratiev nun amtierender Gouverneur der Kubanregion

 

 

PRESSEECHO 2005

Stadtzeitung 4.11.2005

Städtepartnerschaft: Karlsruher Bürgerreise nach Krasnodar

Города-партнеры: Поездка жителей Карлсруэ в Краснодар

(jdr) "Krasnodar ist anders und besser als das, was man oft über Russland hört", war der Tenor der 15 Karlsruher, die vor kurzem von der "Bürgerreise für jedermann" in die russische Partnerstadt zurück kehrten. Herrliches Wetter und das milde Klima in der Kubanregion hatte ihnen beim einwöchigen Aufenthalt einen idealen Rahmen geschaffen, um Krasnodar zu erkunden und Kontakte zu knüpfen.

Gelegenheiten, Land und Leute kennenzulernen, boten sich genug, etwa beim Empfang im Krasnodarer Rathaus, bei dem der frisch gewählte OB Wladimir Jewlanow gleich vier seiner Stellvertreter aufbot, um den Gästen Rede und Antwort zu stehen, und auf den durch rege Bautätigkeit, feine Restaurants und neue Parkanlagen deutlich sichtbaren kommunalen Aufschwung verwies. Bei einem Familienabend lernten die Karlsruher die herzliche Gastfreundschaft kennen. Das südliche Temperament der Kubanregion beeindruckte die Reisegruppe etwa bei einem Konzert des Kosakenensembles"Staniza". Sogar das berühmte Folkloreorchester "Virtuosi Kubani" gab ein Konzert für die Gäste. Der Stellenwert, den die Städtepartnerschaft in Krasnodar genießt, war allseits zu spüren, etwa in zwei Fernsehberichten über die Reisegruppe.

Sprachprobleme gab es für die Teilnehmer der auch in diesem Jahr von Dr. Jan-Dirk Rausch organisierten Reise kaum, dank der Kontakte zur Vereinigung der Russlanddeutschen, von denen 25 000 in der Kuban-Region leben, und zur Germanistik-Fakultät der Kuban-Universität. Beim Besuch dort entschloss sich die Reisegruppe spontan, die Fakultätsbibliothek mit einer Sachspende zu unterstützen. Zudem wurde über die Vertiefung von Kontakten in Kultur, Medizin und politische Bildung gesprochen. Infos aus erster Hand gab es auch in der Porzellanmanufaktur "Kubanfarfor", bei Stadtrundfahrt und Museumsbesuchen. Eine Fahrt zum 100 Kilometer entfernten Schwarzen Meer und eine Weinprobe im Kurort Gelendshik sorgten für touristische Höhepunkte. Zum Abschiedsfest mussten die Karlsruher ein Restaurant mieten, um die vielen neuen Freunde und Bekannten einladen zu können. Auch im Feiern passen Karlsruhe und Krasnodar gut zusammen.

Stadtzeitung 19.8.2005

Städtepartnerschaften: Praktikanten fühlen sich wohl in Karlsruhe

Города-партнеры: практиканты хорошо чувствуют себя в Карлсруэ

Positive Eindrücke von der Gaststadt

Приятные впечатления от города, принимающего гостей

(fis) "Heute wird bei uns russisch gekocht. Die Kinder finden das unheimlich spannend," freute sich vor kurzem Eveline Schön, Leiterin der Kindertagesstätte in der Sybelstraße. Das "spannende Abenteuer" für die Kinder machte Anna Kalinina möglich.

Sie ist eine von 28 Studentinnen und Studenten aus den Karlsruher Partnerstädten, die derzeit im Rahmen eines Austauschprojektes in der Fächerstadt ein Praktikum absolvieren. Der 21-jährigen Studentin aus einem kleinen Dorf in der Nähe von Krasnodar macht nicht nur der Umgang mit den Kindern viel Spaß. "Die Leute in Deutschland sind sehr freundlich und hilfsbereit und ich habe schon sehr viel dazugelernt," erzählt die 21-Jährige.

An Karlsruhe gefallen ihr besonders Zoologischer Stadtgarten und Schlosspark. Bereits jetzt steht für sie fest, dass sie wiederkommen und ihre Deutschkenntnisse verbessern möchte. Während des Austauschprojektes und dem Zusammentreffen mit den Studenten aus Nancy ist bei der jungen Russin auch der Entschluss gereift, ihre Französischkenntnisse zu vertiefen.

Ursprünglich wollte sie Lehrerin werden, aber mit einem Einkommen von 100 Euro monatlich, sei dies nicht gerade lukrativ. "Da kann ich als Dolmetscherin wesentlich mehr verdienen. Gerade bei Firmen aus dem Westen sind die sehr gefragt," so die Praktikantin.

Ebenso wie Anna Kalinina, ist der 20-Jährige Emmanuel Chauvin voll des Lobes über die Besichtigungen und Ausflüge, die für die Studenten neben ihrem beruflichen Praktikum in Karlsruhe auf dem Programm stehen. "Wir haben Kunst, Kultur, Kneipen und vor allem viele freundliche Menschen kennen gelernt," betont der Student aus Nancy.

Besonders das ZKM hat es ihm angetan. "Ich liebe Museen und Karlsruhe hat unheimlich viel zu bieten. Um Vergleichbares zu sehen, muss man dafür in Frankreich schon nach Paris fahren," ist Emmanuel beeindruckt. Der aus Besançon stammende Chauvin, der in Nancy Literatur, Philosophie und Geschichte studiert, hilft derzeit bei den Übersetzungsarbeiten für die Ausstellung "100 Jahre Gartenbauamt Karlsruhe" mit, die vom 10. bis 21. Oktober in Nancy zu sehen ist.

"Eine interessante Tätigkeit, weil es im Gegensatz zur Arbeit mit Literatur um lebendige Texte geht," findet der junge Mann. Dennoch freut er sich schon auf "die richtige Arbeit als Gärtner im Grünen", die in der letzten Praktikumswoche für ihn auf dem Programm steht.

Stadtzeitung 30.9.2005

Städtepartnerschaften: Karlsruher Delegation in Krasnodar

Города-партнеры: Делегация из Карлсруэ с визитом в Краснодаре

(res) Vergangenen Samstag feierte Krasnodar seinen 212. Geburtstag und unter den Tausenden von Menschen, die den Ehrentag auf den Straßen und Plätzen der südrussischen Metropole feierten, waren auch einige Gäste aus Karlsruhe anzutreffen. Unter Leitung von Erstem Bürgermeister Siegfried König hatten sich Kulturreferent Dr. Michael Heck sowie die Stadträte Lüppo Cramer, Andreas Erlecke, Gisela Fischer, Tom Høyem und Tim Wirth auf den Weg in die rund 790 000 Einwohner zählende Partnerstadt gemacht, um an den Feierlichkeiten und dem offiziellen Festakt teilzunehmen. Auf dem Programm stand auch ein Besuch des 3. Städtischen Klinikums Krasnodar, für das die Firmen Siemens und Hegele einen Computertomograph gespendet hatten. Vorher ging es jedoch zur offiziellen Begrüßung ins Rathaus.

EB König erinnerte daran, dass der Freundschaftsvertrag der beiden Städte 1992 besiegelt und 1997 bekräftigt wurde. Die Vielfalt und Vielzahl der heute bestehenden Kontakte zeige, wie fest die Partnerschaft in den Herzen der Menschen verwurzelt sei. Bei dieser Gelegenheit lud König Sportler aus Krasnodar zum nächsten IHM-Meeting nach Karlsruhe ein und Stadtrat Høyem sprach eine Einladung für zwei Lehrer und drei Schüler an die Europaschule aus. Der Besuch solle jährlich stattfinden, zwei bzw. drei Wochen dauern und werde von der Europaschule finanziert, erläuterte der Direktor. Als treibende und verbindende Kraft der Städtepartnerschaft hob König die Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar hervor, die bereits 32 Transporte nach Südrussland organisiert habe. Und Krasnodars OB Vladimir Evlanov zeichnete dann auch gleich Christa Köhler von der Freundschaftsgesellschaft sowie weitere Karlsruher für ihre Verdienste um die Partnerschaft mit einer Urkunde aus.

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