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Nachrichtenticker Krasnodar
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  • Kosten rund 3,5 Mrd. Euro - Länge 19 Kilometer
  • Krasnodarer Gouverneur Alexander Tkatschow neuer russischer Landwirtschaftsminister
  • Wenjamin Kondratiev nun amtierender Gouverneur der Kubanregion

 

 

KARLSRUHES URSPRUNG

 

 

Jeder, der Karlsruhe und Krasnodar mehrmals besucht hat, fühlt, dass die beiden Städte gut zusammenpassen. Sie sind jung, entwicklungsfähig und von einer herrlichen Natur umgeben, Ihre Einwohner sind gesellig, das kulturelle Leben ist vielfältig, und nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt - im Schwarzwald beziehungsweise in der Schwarzmeerregion - kann man erholsame Urlaubstage verbringen. Dass diese junge Stadt Karlsruhe, gegründet 1715, aber überhaupt existiert, ist eigentlich ein historischer Zufall. Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach war es, der den Mut fasste, im Hardtwald ein Schloss zu bauen.

Warum, weiß man bis heute nicht so richtig. Weil er bei einem Jagdausflug einschlief und ihm plötzlich im Traum dieses Schloss erschien, sagt die Sage. Weil er sich nicht mehr mit seiner Frau - einer Schwäbin - verstand und mit den Mädchen, die ihn umgaben, allein sein wollte, sagen, Verständnis äußernd, manche Historiker. Weil seine Heimatstadt Durlach nach langen Kriegen immer noch teilweise zerstört war und ihm nicht mehr gefiel, sagen manche Durlacher, die sich seit dieser Zeit von Karlsruhe benachteiligt fühlen. Wie wäre es aber gewesen, wenn der Markgraf den Traum von Karlsruhe ausgeträumt hätte und in seiner Durlacher Karlsburg hätte bleiben müssen? Wir hätten dann heute wahrscheinlich ein „Groß-Durlach", ohne Karlsruher Schloss, und vielleicht auch keinen Rheinhafen. Den Durlachern von heute, selbstbewusst als Einwohner der Markgrafenstadt, gefällt der Gedanke vom „Groß-Durlach" ganz bestimmt. Durlach, die Heimat der Markgrafen seit 1565, die die „Mutter von Karlsruhe" genannt wird, ist heute mit rund 30.000 Einwohnern der größte Stadtteil von Karlsruhe und über 800 Jahre alt.

Wer Karlsruhe besucht, sollte Durlach unbedingt kennenlernen, denn man erlebt einen eigenartigen Kontrast: In kaum fünfzehn Minuten Fahrzeit mit der Straßenbahn von West nach Ost fährt man von den weit ausladenden Bauten Friedrich Weinbrenners am Karlsruher Marktplatz direkt in Durlachs historische Altstadt, geprägt vom Mittelalter, heute in weiten Teilen restauriert. Man findet Fachwerkhäuser, gemütliche Plätze und historische Bauten. Täglich außer sonntags ist in Durlach Wochenmarkt, und in den Winkeln der Altstadt haben sich Kleingewerbe und kreative Ladengeschäfte angesiedelt. Und natürlich muss man den Turmberg hinaufsteigen, den letzten Nordausläufer des Schwarzwaldes. An den Hängen des Turmbergs wächst ein edler Wein. Es gibt schöne Wander- und Spazierwege und die legendären „Turmbergstäffele" (Treppe) mit 528 Stufen. Wer es bequemer haben will, fährt mit der Turmbergbahn, die seit Mai 1888 den eigentlich gar nicht so hohen (256 m ü.M.) Berg erschließt. Vom 25 hohen Turm aus hat man einen herrlichen Blick auf Durlach, Karlsruhe, den Schwarzwald, die Rheinebene und das benachbarte Elsass.

Und jetzt noch ein Geheimtipp für alle Freunde in Krasnodar, die zu Besuch nach Karlsruhe kommen: Jedes Jahr am ersten Wochenende im Juli wird in Durlach das Altstadtfest gefeiert. Rund 200.000 Besucher kommen jedes Jahr zu einem bunten Treiben aus Kultur, Essen und Trinken, mit zahlreichen Tanz- und Musikgruppen (von der Klassik über die Folklore bis zum Hard Rock), mit internationaler Offenheit und ausgelassener Fröhlichkeit bis in die tiefe Nacht hinein. Die Regie über das Durlacher Altstadtfest haben die Durlacher Vereine, die etwas geschaffen haben, was in weiter Umgebung einmalig ist.

 

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