AKTUELL
BNN 19.7.2010
Russische Gäste mit klasse Big-Band-Sound
Jugendorchester aus Krasnodar und Karlsruhe gestalteten gemeinsam ein Seebühnen-Konzert
"Musik ist international - denn sie überwindet alle Sprachbarrieren". Klaus Schmitt, Vorsitzender der Jugendorchesters Stadt Karlsruhe, spricht aus Erfahrung, denn Russisch verstehen die meisten der jungen Musiker des Orchesters nicht. Dennoch klappte es mit der Kommunikation auf der Seebühne im Stadtgarten bestens: Zu Gast war das Jugendsinfonieorchester "Neue Welle" aus der Partnerstadt Krasnodar, das mit den Karlsruhern ein stilvolles Nachmittagskonzert gab. Wer durch die Parkanlage des Zoos spaziertem hätte zunächst auch auf eine Band aus New Orleans tippen können, denn das russische Ensemble präsentierte erstklassigen Big-Band-Jazz mit Songs wie "Ice Cream" oder "Dixieland". Zügig und selbstbewusst entwickelten die Spieler die Themen und brachten in den Evergreens unter der Leitung des charismatischen Dirigenten Vladimir Gottlib ihre eigene Handschrift zum Vorschein. Er integrierte die Streichergruppe geschickt in das Blasorchester, so dass die Stücke an Klangtiefe gewannen: Weichheit im Ton und Legato-Spiel trafen auf prägnanten Ansatz, stets mit einer Jazz- oder Blues-Note gepaart.
Die Geschwindigkeit des Spiels belebte die bekannten Melodien und ließ das Publikum mitswingen. Das setzte sich nicht nur aus den Zuhörern auf der Tribüne zusammen, sondern auch aus denen in vorbeifahrenden Booten auf dem See. Neben dem fetzigen Jazz zeigten die Krasnodarer auch russische Filmmusik oder Volkslieder, die den Charme ihrer Kultur vermittelten. Das Karlsruher Blasorchester knüpfte mit einem Ausflug in die deutsche Fernsehwelt an und spielte die Eingangsmelodie aus "Die Sendung mit der Maus" und die "Europahymne". Nicht fehlen durfte das Intro aus der Krimireihe "Tatort", die in Deutschland längst zu einem "Pflichttermin" am Sonntagabend geworden sei, so Dirigent Thomas Paha bei diesem gemeinsamen Konzert, das der deutsch-russischen Partnerschaft eine weitere lebendige Facette verlieh. (arb)
Boulevard Baden 27.6.2010
Krasnodar in Feierlaune
Karlsruhe-Durlach (mia). "Da die Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar ihren Sitz in Durlach hat, kann sie am Altstadtfest teilnehmen - das ist schön, weil auf diese Weise viele Menschen über die Städtepartnerschaft erfahren und ein wenig die südrussische Kultur kennenlernen können. Wir wollen die Menschen auch ein wenig neugierig machen auf ein für viele unbekanntes Land. Da ist die Fröhlichkeit des Durlacher Altstadtfestes genau das richtige. Denn die Krasnodarer feiern so gerne wie die Durlacher, das weiß ich als Durlacher nach unzähligen Krasnodarbesuchen ganz gewiss", so Gründungsvorstand der Freundesgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar Jan-Dirk Rausch.
Stadtzeitung 4.6.2010
Kunst auf Schienen
Schüler aus Krasnodar und Karlsruhe bemalten Tram
Ein ganz besonders farbenfrohes Exemplar der Straßenbahnlinie 5 rumpelt seit vergangener Woche über die Schienen zwischen dem Rheinhafen und Rintheim. Auf Initiative des Stadtjugendausschusses (StJA) haben und 80 Jugendliche aus Karlsruhe und der russischen Partnerstadt Krasnodar im Betriebshof der Karlsruher Verkehrsbetriebe (VBK) in der Tullastraße zwei Tage lang eine Straßenbahn mit verschiedenen Motiven bemalt. "Wir freuen uns, dass diese schöne Bahn durch Karlsruhe fährt unf sehen sie als Anzeichen der Gemeinsamkeit zwischen den Partnerstädten", sagte Achim Kirchenbauer, der stellvertretende Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, als er die Bahn nach der Malaktion wieder in Empfang nahm. Der Künstler Pável Miguel und die Schülerin Dilara Erginos unterstützten die Jugendlichen beim Entwurf der Motive und skizzierten die Umrisse auf der Straßenbahnverkleidung. Die Motive repräsentieren verschiedene Gruppen, in denen die Jugendlichen in Krasnodar und beim StJA organisiert sind, zum Beispiel Hip-Hop- und Balletttänzer, Zirkusgruppen oder Musikbands. "Die Straßenbahn ist ein ideales Symbol für unsere Jugendarbeit. Es geht immer vorwärts", betonte StJA-Projektleiter Jack Herbst.
BNN 4.6.2010
Russen lernen Spätzle schaben
Sechs Karlsruher Köche schulten Kollegen an der Schwarzmeerküste
Einen solchen Arbeitsplatz haben Thomas Buchmann, Klaus Müller, Werner Herrmann, Erich Lahm, Arno Häusler und Wolfgang Pfau wohl noch nie gehabt: Während die Profiköche Spätzle schabten, Blätterteig ausrollten und die Duschessmasse für Herzoginnenkartoffeln aufs Backblech spritzten, wiegten sich die Wellen des Schwarzen Meeres sanft vor ihrer Nase. "Vom März bis zum Meer waren es vielleicht acht Meter", schwärmt Erich Lahm. "Manchmal sahen wir sogar Delfine" ergänzen Thomas Buchmann und Wolfgang Pfau. Seit ein paar Tagen ist die Truppe zurück aus Krasnodar, Karlsruhes russischer Partnerstadt "Wir kamen als Gäste und gingen als Freunde", resümiert Thomas Buchmann, Chefkoch bei der Sparkasse Karlsruhe. Und dazwischen? Er wurde in einem Kinderzentrum, südlich von Krasnodar an der Schwarzmeerküste, gekocht, gebrutzelt und gebacken. Die Karlsruher Köche hatten dort eine kulinarische Mission zu erfüllen: ihre russischen Kollegen für die moderne Küche zu begeistern und sie fit zu machen für 2014, wenn die Olympischen Winterspiele in Sotschi stattfinden und Athleten, Funktionäre, Delegierte, Fans und Touristen aus der ganzen Welt ans Schwarze Meer pilgern (die BNN berichteten).
Nicht dass die russischen Kollegen unerfahrene Hobbyköche wären. "Das waren alles hoch qualifizierte Leute, was hat man am Handling in der Küche gesehen", bestätigt Erich Lahm. Unterschiede existieren dennoch: zum einen werde doch hauptsächlich kaukasische Küche zubereitet, italienische, französische oder deutsche Speisen seien kaum verbreitet. "Ein klassisches Dessert wie Panna cotta findet man auf keiner Speisekarte." Zum anderen sei die klassische Menüfolge unbekannt. "Dort setzt man sich an den Tisch, dann wird alles auf einmal aufgetragen - die Vorspeise, der Fisch, Fleisch, die Suppe", berichtet Herbert Uber, Vorsitzender der Freundschaftsgesellschaft Karlsruhe-Krasnodar, der diesmal zwar zuhause blieb aber bereits im vergangenen Herbst mit drei Karlsruher Köchen nach Krasnodar flog, um dort für den deutschen Botschafter zu kochen. Das Menu der Badener begeisterte die Russen so sehr, dass der Ruf nach einem gemeinsamen Koch-Workshop laut wurde.
Filigrane und leichte Vorspeisen, Fleischgerichte, Fingerfood, Parfaits, Mousse, Backwaren und Beilagen wie Serviettenknödel, Spätzle und Herzoginnenkartoffeln standen auf dem Kochprogramm, zu dem täglich zwischen 30 und 40 Teilnehmer erschienen ("manchmal kamen wir kaum an den Herd"). Trainiert wurde ebenfalls das ansprechende Anrichten der Speisen.
Insgesamt vier Dolmetscherinnen sorgten stets die richtige Übersetzung. Mit organisiert wurde der Austausch von der Metro Cash&Carry Gesellschaft, wie auch alle benötigten Zutaten lieferte. Diese konnten die Küche direkt bei Metro in Krasnodar abholen, dafür sollte der hiesige Geschäftsführer Peter Knoll, wer auch schon die Aktion im Herbst voll unterstützte. Mehr als 60 Kilogramm Fleisch, über 60 Liter Sahne, zehn Kilogramm Butter, mehr als 300 Eier und über 40 Kilogramm Mehl haben die Koch Profis während des Workshops zu leckeren Speisen verarbeitet. Und waren überrascht ob der qualitativ sehr guten heimischen Produkte dort. Auch wenn sie sich bei manchen Dingen umstellen mussten. "Das Mehl ist zum Beispiel viel gröber und schwerer als bei uns, die Butter hat mehr Wasseranteil und die Sahne eine höhere Fettstufe"zählt Werner Herrmann einige Beispiele auf, der zusammen mit Klaus Müller für die Backwaren zuständig war. "Da kann man nicht die Zutaten eines Rezeptes eins zu eins übernehmen."
Doch auch wenn die Karlsruher die Russen in das Einmaleins der europäischen Kochkunst einführten, mit ihnen Mousse au Chocolat, Karotteningwersüppchen und Sauerrahmfrischkäseterrine kredenzten, eines war den Profis aus der Fächerstadt wichtig: "Dass die Küche dort zugleich auch die Eigenständigkeit ihrer Küche beibehalten." Es wäre bestimmt auch Gäste kommen, die gespannt sind auf russische Spezialitäten - ein typisches Schaschlik zum Beispiel.
ka-news.de - 27.5.2010
Straßenbahn in neuem Gewand: Bemalung zur Städtepartnerschaft
Karlsruhe (mil) - Im vergangenen Jahr waren rund 50 Jugendliche aus Karlsruhe zu Gast in der russischen Partnerstadt Krasnodar. In den Pfingstferien findet nun der Gegenbesuch statt. Der Einladung des Stadtjugendausschuss folgten 39 junge russische Leute verschiedener Freizeitgruppen. Als Highlight stand gleich zu Beginn eine spektakuläre Gestaltungsaktion auf dem Programm.
Dabei bemalten die Jugendlichen aus beiden Städten gemeinsam eine Straßenbahn der Linie 5 in einem alten Betriebshof der Verkehrsbetriebe Karlsruhe. Nach getaner Arbeit stellten sie die Ergebnisse ihres Schaffens vor.
Im Vordergrund dieser außergewöhnlichen Kunstaktion stand die 30-jährige Verbindung der beiden Partnerstädte. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass eine so große Delegation beim Austausch mitgemacht hatte. "Wir schauen zwar auf 30 Jahre Partnerschaft zurück, aber die Bahn soll als Symbol dafür stehen, dass es vorwärts geht und beide Städte verbindet", erzählt Jack Herbst, vom Projektbüro "Mensch - gut gemacht" des Stadtjugendausschuss. Lachend fügt er hinzu: "Wir hoffen natürlich, dass diese Kunstwerke mindestens bis zu unserem 40-Jährigen halten."
Die Jugendlichen hatten sich in verschiedene Gruppen unterteilt, die ihre gemeinsamen Interessen verbanden. Dazu gehörte beispielsweise der Schulzirkus Maccaroni, der mit seinem russischen Pendant - wie soll es anders sein - Zirkusillustrationen auf der Bahn verewigte. Zu den weiteren Künstlern zählte unter anderem auch eine Hip-Hop-Gruppe, eine Formation aus Ballettänzern und der Zusammenschluss einiger Musiker.
Das Thema "Bewegung" wurde als Schwerpunkt gewählt
Die Jugendlichen gestalteten die Bahnverkleidung unter der Anleitung des Pfinztaler Künstlers Pavel Miguel und der Schülerin Dilara Erginos aus Karlsruhe. Es war ihnen wichtig, so Miguel, dass sie den eigentlichen Malern nichts vorgreifen wollten. Die Ideen und Motive entstanden im Dialog mit den Jugendlichen. Schnell hätte sich daher herauskristallisiert, dass der Schwerpunkt der Darstellungen auf das Thema "Bewegung" gelegt werden sollte, da alle Beteiligten in dieser Richtung besonders engagiert sind. Miguel und Erginos malten nur die Konturen vor, der Rest war von den Gruppen selbst gestaltet worden.
Eines habe man bei dieser gemeinsamen Aktion besonders bemerkt, unterstreicht Dilara Erginos: "Egal wie unterschiedlich diese zwei Kulturen sind, auf diesem Wege der Gestaltung haben wir eine Gemeinsamkeit gefunden." Da verstünde man sich auch ohne Worte und überbrücke jegliche Sprachbarrieren.
Bedeutung der Städtepartnerschaft soll hinaus getragen werden
Achim Kirchbauer, stellvertretender Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), war gleich zu Beginn von der Idee begeistert: "Mit der Straßenbahn wird die Verbundenheit dieser Partnerschaft hinaus getragen." Ihm gefalle vor allem die Darstellung der greifenden Hände, denn diese symbolisierten ein Wir-Gefühl, so Kirchbauer. Dies sei in erster Linie die tragende Botschaft der ganzen Aktion.
Ab heute fährt die Straßenbahn auf der Linie 5 zwischen Rintheim und Rheinhafen gut sichtbar durch die Innenstadt. Die Verantwortlichen erhoffen sich dadurch, dass die partnerschaftliche Verbindung beider Städte so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird.
ka-news.de - 26.5.2010
Unter Städtepartnern: "Local Krasnodar Night" mit Most Wanted Monster
(pat) - 30 Jahre währt die Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar und dafür legen sich nun auch drei Bands in Zeug und Saiten: Für ihren Gegengig zum Karaganda, einem Club in Krasnodar, haben sich die Russen Dogma und die Karlsruher N.A.T.S. die Jungs von Most Wanted Monster als Headliner ins Jubez geholt. In ihren von Enter Shikari, Funeral For A Friend, The Audition und A Day To Remember beeinflussten Songs vereint die sechsköpfige Band aus Karlsruhe Hardcore- und Electroparts mit melodischem Gesang und aggressiven Shouts - tanz- und moshbar!
Mit Songs zum Mitgröhlen, Abgehen und Zuhören wollen an diesem Abend N.A.T.S. alias Not Always The Same ihre Feuertaufe bestehen. Die vier Schüler stehen unter der Obhut des Soundtruck in Knielingen. Dogma, die Gastband aus Karlsruhes Partnerstadt Krasnodar, kommt schließlich mit Sängerin und dunklem Heavy Rock den ganzen weiten Weg, um ihre Stadt beim Partner zu repräsentieren. Der Eintritt zur "Local Krasnodar Night" kostet fünf Euro. Los geht's um 20.30 Uhr. Karten gibt's unter Telefon 0721/935193.
BNN 26.5.2010
Im Zeichen der Freundschaft
Im Zeichen der Städtefreundschaft zwischen Karlsruhe und Krasnodar steht der morgige Abend im Jubez, Kronenplatz 1. Dort treten ab 20.30 Uhr die beiden Karlsruher Bands Most Wanted Monster und N.A.T.S. auf. Als Ergänzung ihrer Gigs werden Gäste aus Russland erwartet, die als Special Guests zusammen mit den anderen dafür sorgen werden, dass "not always the same" (= N.A.T.S.) zu hören ist.
Stadtzeitung 23.4.2010
Freunde halten Kontakt
(...) Auch die Beziehungen zu anderen Partnerstädten werden durch Freundeskreise mit Leben erfüllt. So ist der Freundeskreis Karlsruhe-Krasnodar entscheidend daran beteiligt, wenn Wirtschafts- oder Schuldelegationen von der einen in die andere Stadt reisen. Jüngst waren Schreiner-Auszubildende aus Südrussland Gäste der Heinrich-Hübsch-Schule. Der Besuch fand Unterstützung bei der Eberhard-Schöck-Stiftung und der Prowood-Stiftung. Karlsruher Schreiner-Azubis aus der Heinrich-Hübsch-Schule waren bereits im vergangenen Herbst zusammen mit ihren Lehrern Peter Winklhofer und Volker Kloss in Südrussland. Der Besuch in Karlsruhe war angefüllt durch Fach-Exkursionen und ein Freizeitprogramm, zu dem auch der Besuch eines KSC-Spiels im Wildparkstadion gehörte.
BNN 17.4.2010
Besuch aus Krasnodar
Zur Gebrauchtmaschinenmesse Resale kommt auch eine Delegation aus der Region Krasnodar. Bürgermeister, Unternehmer und Vertreter des Industrie- und Handelskammer aus Karlsruhes russischer Partnerstadt treffen sich auch mit Fachleuten der Karlsruher Stadtverwaltung. Am Dienstag um 15 Uhr empfäng Bürgermeister Michael Obert die Gäste im Bürgersaal des Rathauses.
Stadtzeitung 19.3.2010
Freude über die Wahl Evlanovs
Mit großer Mehrheit ist Krasnodars Oberbürgermeister Vladimir Evlanov in seinem Amt bestätigt und damit für fünf weitere Jahre gewählt worden. "Mit dieser Wiederwahl haben die Bürgerinnen und Bürger Krasnodars Dein bisheriges Wirken für die Stadt und Deine langjährige politische Arbeit gewürdigt", spricht OB Heinz Fenrich in einem Glückwunschbrief an den Kollegen aus Karlsruhes russischer Partnerstadt von einem "großen Vertrauensbeweis" und einer "guten Grundlage für kommende Aufgaben". Vladimir Evlanov werde Krasnodar weiter voranbringen, ist sich Fenrich sicher und freut sich auf die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit und ein baldiges Wiedersehen. "Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam im Rahmen der Städtepartnerschaft und damit für die deutsch-russische Verständigung weiterhin Vieles bewegen können", blickt Fenrich in die Zukunft und wünscht seinem russischen Amtskollegen "Glück und Erfolg für Deine verantwortungsvolle Aufgabe zum Wohle der Stadt".
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